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Seit zehn Jahren sind RWE Aqua und Veolia Wasser Partner des Landes Berlin bei den Berliner Wasserbetrieben. 1999 gehörten die Wasserbetriebe in der Hauptstadt zu den ersten deutschen kommunalen Unternehmen, bei denen eine Minderheitsbeteiligung von privaten Partnern umgesetzt wurde (RWE Aqua und Veolia Wasser erwarben für 1,69 Milliarden Euro 49,9 Prozent der Anteile, 50,1 Prozent verblieben beim Land Berlin). Im Auftrag der beiden privaten Partner hat das unabhängige Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) in sechsmonatiger Arbeit untersucht, wie sich die Wasserbetriebe seit 1999 entwickelt und in wieweit die Partner die damals vertraglich definierten Ziele erreicht haben.
Das Resultat: Sämtliche mit dem Land Berlin vereinbarten Ziele wurden erreicht, in vielen Fällen sogar übererfüllt. Die Effizienz der Berliner Wasserbetriebe hat sich signifikant erhöht, das Qualitätsniveau hat sich wesentlich verbessert und das Unternehmen hat sich als innovativer Treiber, Vordenker und Schrittmacher in der deutschen Wasserwirtschaft etabliert. Das Gutachten kommt zu dem eindeutigen Schluss, dass die öffentlich-private Partnerschaft in den vergangenen zehn Jahren eine Erfolgsgeschichte war.
Die Untersuchung ergab im Einzelnen, dass die Berliner Wasserbetriebe bei den Qualitätsmerkmalen Ver- und Entsorgungssicherheit, Ver- und Entsorgungsqualität und Nachhaltigkeit Leistungen über dem Bundesdurchschnitt erbringen. Für das Gutachten angestellte Vergleichsstudien der 100 größten deutschen Städte zeigen, dass die Berliner dabei für die Wasserversorgungsdienstleistungen weniger zahlen als der Durchschnitt. Der Preisanstieg, einschließlich des Entgelts für die in Berlin besonders aufwendige Abwasserentsorgung, hat sich seit 1999 stark verlangsamt. Auch das Land Berlin hat finanziell von der Partnerschaft profitiert: es erzielt heute mit einem Anteil von 50,1 Prozent höhere Einnahmen aus der Geschäftstätigkeit der Wasserbetriebe als zuvor mit 100 Prozent.
Die Berliner Wasserbetriebe sind nach dem eindeutigen Urteil der Studie heute ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen - obwohl das Unternehmen durch den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und die Garantie bestehender Gehaltsniveaus nur über einen eingeschränkten Spielraum zur Verringerung der Kosten verfügt hatte. Auch hinsichtlich ihrer Transparenz stellen die Gutachter den Wasserbetrieben gute Noten aus: Anders als die Mehrzahl der Unternehmen in der Energie- und Wasserversorgung gewährleisten die Berliner Wasserbetriebe sowohl in der Berichterstattung über ihre Unternehmenszahlen als auch bei der Tarifkalkulation ein hohes Maß an Transparenz.
Das Ergebnis dieser Untersuchung hat das WIK-Institut in einer Studie zusammengefasst. Diese können Sie hier sowohl in einer Zusammenfassung als auch in der ausführlichen Version herunterladen.
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