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Angemessene Tarife für aufgeklärte Verbraucher

Infografik: Mengen Preis Spirale

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Durch den Einsatz wassersparender Haustechnik in Küchen und Bädern und wassersparender Prozesstechnik in der Industrie, durch Installation von Eigenförderanlagen sowie durch Verlagerung und Stilllegung von Produktionsstätten ist der Wasserabsatz zurückgegangen - seit der deutschen Einheit 1990 um 32 Prozent. Die Wassernutzung der privaten Haushalte pro Einwohner und Tag ist in diesem Zeitraum von rund 150 auf 112,7 Liter gesunken. Dieser Trend setzt sich jährlich in einer Größenordnung von ein bis zwei Prozent fort.


Lösung: Grund- und Mengenpreissystem

Diese Entwicklung wirkt sich auf den Wasserpreis aus. Denn der hohe Fixkostenanteil in der Wasserversorgung von mehr als 80 Prozent muss bei sinkendem Wasserabsatz auf die in der Folge immer geringere Wassermenge umgeschlagen werden, so dass die Tarife steigen. Dies bleibt für die Wasserbetriebe allerdings aufkommensneutral, denn die Effekte aus dem rückläufigen Wasserverkauf und den Tarifanhebungen kompensieren sich größtenteils.

Eine Senkung der Fixkosten durch Kapazitätsanpassungen ist nur in den Wasser- und Klärwerken möglich. Dem gegenüber sind die Rohr- und Kanalnetze in den vergangenen zehn Jahren um 1.167 km auf 18.377 km verlängert worden. Und dieses weitläufige Netz muss stetig instand gehalten werden.

Um dieser so genannten Mengen-Preis-Spirale entgegenzuwirken, trugen RWE Aqua und Veolia Wasser 2007 maßgeblich dazu bei ein Grund- und Mengenpreissystem einzuführen. Mit diesem bundesweit üblichen System werden dem Verbraucher neben Mengenpreisen auch Grundpreise in Rechnung gestellt. So sind Kosten nachvollziehbar und gerecht verteilt.





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