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Mit gebündelten Kräften zur erfolgreichen Partnerschaft

Infografik: Verschuldung Land Berlin und BWB

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Die Berliner Wasserbetriebe hatten in den 90-er Jahren als landeseigenes Unternehmen große Neustrukturierungs- und Anpassungsprozesse zu bewältigen. Innerhalb kürzester Zeit mussten die Wasser- und Abwasseraktivitäten im West- und Ostteil Berlins zusammengeführt werden. Die Investitionen hierfür wurden von den Berliner Wasserbetrieben ohne jegliche Zuschüsse aufgebracht, so dass die Verschuldung des größten kommunalen Wasserunternehmens stark anstieg. Zudem scheiterten einige Projekte, in welche die Wasserbetriebe investiert hatten, und  brachten das Unternehmen zeitweise in eine prekäre Finanzlage.


RWE und Veolia zahlten 3,3 Milliarden DM an Berlin

Bei den Verantwortlichen der Berlinwasser Gruppe sowie politischen Entscheidungsträgern wuchs die Erkenntnis, dass zur Bewältigung der strukturellen Herausforderungen wie auch zur finanziellen Entlastung und Absicherung des Berliner Haushalts ein Partner mit Know-how und Kapital gefunden werden musste.

In einem internationalen Ausschreibungsverfahren fiel die Wahl auf RWE Aqua und Veolia Wasser, die dem Land Berlin 1999 einen Kaufpreis von 3,3 Milliarden DM (1,69 Milliarden Euro) zahlten und so gemeinsam 49,9 Prozent der Anteile an der Berlinwasser Gruppe erwarben. Die Mehrheit von 50,1 Prozent der Anteile blieb beim Land Berlin, was sich bis heute nicht geändert hat und auch so bleiben soll.

Das wichtigste Ziel von RWE Aqua und Veolia Wasser lag in der Bündelung der unternehmerischen Stärken mit dem Land Berlin, um eine qualitativ hochwertige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für Berlin zu erreichen und dauerhaft zu gewährleisten. Dafür wurde das umfangreiche Know-how der beiden privaten Partner im internationalen Wassergeschäft mit den Kompetenzen des Landes Berlin in der Stadtentwicklung und Standortsicherung zusammengeführt.


Neuausrichtung der Berlinwasser Gruppe auf Kerngeschäft

Dazu wurde die Berlinwasser Gruppe neu strukturiert: RWE Aqua und Veolia Wasser übernahmen durch das Recht zur Bestellung des Vorstandsvorsitzenden der Gruppe die unternehmerische Führung. Die Berliner Wasserbetriebe wurden wieder auf ihr Kerngeschäft, die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, konzentriert und die übrigen wassernahen Dienstleistungen in der Berlinwasser Holding zusammengeführt. Diese strukturelle Straffung wurde in der Folgezeit durch die Veräußerung verlustbringender Geschäftsbereiche ergänzt.





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